In Produktion

Die Besserhelfer

Scheitern alle Maßnahmen im Kampf gegen Armut und Hunger? Oder gibt es Methoden die sicher helfen! (Videoblog und Dokumentarfilm, in Produktion)

Wir hören oft von Projekten zur Bekämpfung der weltweiten Armut, die spektakulär scheitern.

„Doch gibt es eigentlich auch Hebel in der Armutsbekämpfung, die besonders zuverlässig funktionieren?“
„Und falls Ja – welche davon haben die größte Wirkung?“ 

Diese Fragen stellt sich eine wissenschaftliche Bewegung, die – von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – in den letzten 15 Jahren entstanden ist. Junge Wissenschafter erforschen die Auswirkung von Hilfsprojekten neuerdings mit der gleichen Sorgfalt, die auch im Gesundheitssektor angewandt wird. (Zum Beispiel durch den Einsatz randomisierter Kontrollstudien).

Die effektivsten Methoden und Projekte

Die Resultate dieser Forschung sind oft überraschend: Projekte und Methoden stellen sich als besonders wirksam heraus, von denen man das zunächst nicht erwartet hatte. 

  • Zum Beispiel: Die an keinerlei Bedingung geknüpfte, direkte Auszahlung von Bargeld an arme Familien.
  • Oder: Entwurmungstabletten für Kinder, die wenige Cent kosten, die aber den schulischen und beruflichen Erfolg langfristig mehr beeinflussen, als zusätzliche Schulbücher oder Lehrer.

Die Menschen hinter diesen Projekten

Wir stellen nicht nur die spannendsten Projekte vor, sondern auch die Menschen, die diese Projekte betreiben. 

  • Zum Beispiel Esther Duflo, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten, dem indischen Ökonomen Abhijit Banerjee, im Jahr 2003, das ‚Poverty Action Lab‘ am MIT gründete, um Feldexperimente im Bereich der Armutsforschung durchzuführen. 

Schaffen neue Gewissheiten neue Situationen?

„Doch was bewirken diese neuen Erkenntnisse?“
„Verändern sie unsere Situation? Unseren Alltag?“

Immer mehr Menschen aus aller Welt beantworten diese Frage mit „Ja“. 

Sie sagen: „Bei jeder nicht unbedingt nötigen Ausgabe, stellt sich von nun an die Frage (und zwar mit neuer Dringlichkeit), ob es nicht besser wäre stattdessen leicht vermeidbare (aber oft tödliche) Krankheiten in entfernten Ländern zu verhindern?“

Die Bewegung der Effektiven Altruisten

Aufgrund dieser neuen Gewissheiten, krempeln immer mehr Menschen ihr Leben um. Sie verpflichten sich dazu (zum Beispiel auf der Website ‚Giving What We Can‘) einen Teil ihres Einkommens abzugeben, um besonders effektive Projekte zu fördern. Diese Menschen, die sich das Ziel gesetzt haben – auf der Basis von Wissenschaft und Vernunft – möglichst viel Gutes zu bewirken, nennen sich selbst ‚Effektive Altruisten‘.

Wir lernen wichtige Vordenker dieser neuen Bewegung kennen. Zum Beispiel den jungen schottischen Philosophie-Professor William MacAskill in Oxford und den berühmten Moralphilosophen Peter Singer in Princeton. 

Und wir lernen auch Julia Wise kennen, die von Anfang an Teil dieser neuen sozialen und intellektuellen Bewegung war, und die vor kurzem zur Präsidentin von ‚Giving What We Can‘ gewählt wurde. Zusammen mit ihrem Mann, Jeff Kaufmann, lebt sie ein bescheidenes Leben, um möglichst viel Geben zu können: in ihrem ersten Jahr als ‚Effektive Altruisten‘ spendeten die beiden lediglich 168 Dollar. Im vergangen Jahr, Jeff ist mittlerweile beruflich sehr erfolgreich, waren es bereits mehr als 150.000 Dollar.

Das rasche Wachstum der Bewegung in Deutschland

Die Bewegung des Effektiven Altruismus, die in der englischsprachigen Welt entstand, verbreitet sich zur Zeit auch in Deutschland: Es gibt keine deutsche Großstadt mehr, in der sich nicht bereits Gruppen gebildet hätten, mit 50 bis 300 ‚Effektiven Altruisten‘.  

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